Neue Restaurantleiterin macht mit Seebrückenchef Wind
12. August, 2008 · Artikel drucken
Sellin. Seit Frühsommer 2008 hat die Seebrücke Sellin eine neue Restaurantleiterin. Julia Heldt, (28), kann nach mehreren Stationen in Folge ihrer Greifswalder Lehre auf renommierte Hotels zurückblicken. Nach fünf Stationen der beruflichen Wanderung als Hotelfachfrau ist sie von Hamburg an die Ostseeküste zurückgekehrt. Ganz ohne Rückkehragentur. „Es ist eine bewusste Heimkehr zum Wasser der Ostsee“, sagt sie nun. Verantwortung und berufliches Weiterkommen inbegriffen. Bei einem Saal von 100 Sitzplätzen, zwei Nebenräumen von jeweils 120 Sitzplätzen und einer Terrasse, die nochmals 240 Plätze umfasst.
Ideen sind derzeit gefragt. Wovon sie auch etliche beisteuert, wie beispielsweise die Seebrücke hin zum Winter attraktiver gemacht werden könnte. Weiß jedoch auch, dass sofortige Neuerungen während der Saison schwer zu realisieren sind. „Sicher ist, dass die Seebrücke auch für Rüganer und Selliner wieder attraktiver werden muss. Dazu gehört in diesem Jahr das „Erdinger Herbstfest“ ebenso, wie ‚saisonal angepasste Preise‘ in der Wintersaison“, sagt sie mit Seebrückengeschäftsführer Heinz Gräpel an ihrer Seite. Der nennt selbstkritisch einen schon wesentlich verbesserten Service auf der Seebrücke, jedoch vor allem Aktivtäten wie die Spezialitätentage am Donnerstag und den mediterranen Tag am Sonntag. „Da sollen Rüganer und andere auf der Insel weilende Gäste dann auch deutliche Preisunterschiede spüren“, dreht er unverhohlen am Rad. Denn die gemunkelten und nie dementierten monatlichen rund 20 000 Euro Pacht für die Seebrücke lassen auch im Winter keinen Stillstand zu. „Wir werden dieser Tage anfangen, die Bar hier umzubauen und einen richtigen Barbetrieb am Abend einführen. Die Kaffeeanlage kommt dann neben die Bar und das Sortiment an Getränken und Cocktailas wird erheblich aufgestockt“, führt Julia Heldt weiter aus.
„Geduld, Konsequenz und Kontinuität bescheinigt ihr jetzt schon der Seebrückenmanager dabei, die gemeinsam erarbeiteten Ziele mit einem meist jungen Team umzusetzen. Und lockt mit attraktiven Aussichten: „Unsere guten Leute haben einen ganzjährigen Arbeitsvertrag oder werden bei Aktivitäten außerhalb der Saison wenigstens immer zurückgeholt. Selbst wenn mal die Belegschaft etwas reduziert werden muss, wissen alle, die es angeht, dass sie im Frühjahr wieder mit dabei sind“, betont Heinz Gräpel. Spontane Aktionen sieht er im Winter beispielsweise in einer vereisten Ostsee. „Die Feuerkörbe sind bereit.“
Doch noch ist es Sommer und die Seebrücke sieht nach Eröffnung der Tauchgondel weiteren Anstürmen entgegen, denen Küchenchef Marcus Kümmel neben kulinarischem innen auch mit seinen Grillpavillons auf der Terrasse begegnen möchte. Konzerte mit de Plattfööd oder Kinderprogramm mit Räuber Rotbart steht ebenso ins Haus wie der Otto-Reuter-Abend, das Konzert Junge Elite oder ab 27. September die Partysaison mit Hits der 60-er und 70-er Jahre. Darin erkennen sie die Zielgruppe, sagt Gräpel. „Im Oktober beginnen wir dann auch wieder mit unseren thematischen Gourmetfestivals, dessen erstes mit den Leipziger Melancholikern und einem Fünf-Gänge-Menü beginnt. Werden die beiden auf das im September geplante „Erdinger Herbstfest „ angesprochen, muss zumindest Heinz Gräpel etwas süffisant lächeln. Irgendwie ist die Nähe zum Binzer Duckstein-Festival doch nicht so ganz zu verleugnen. Aber eben nun für Sellin. Auf der Seebrücke. Das sei der kleine Unterschied.


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